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Forscherwoche 2016
TWG zu Gast in Ilmenau

1.11.2016

Die TWG-ForscherInnen auf dem Campus Ilmenau

Nachdem das 25-jährige Jubiläum der Forscherwoche im letzten Jahr im Saarland ausgerichtet wurde, trafen sich in diesem Jahr die fünf teilnehmenden Schulen im thüringischen Ilmenau; das Friedrich-Schiller-Gymnasium aus Zeulenroda hatte eingeladen.  
Am Montag, den 24. Oktober, trafen die 30 SchülerInnen und 9 BetreuerInnen am Nachmittag in der Jugendherberge Ilmenau ein. Nach einem ersten Kennenlernen bei einem gemütlichen Abendessen ging es direkt zum ersten wissenschaftlichen Vortrag. Im Röntgenbau der Uni Ilmenau fand der Vortrag „Physik der Ballsportarten“ statt.  
Am nächsten Tag stand die theoretische Grundbildung in den Bereichen „Technische Mechanik“ und „Elektrotechnik“ im Vordergrund. Die TeilnehmerInnen besuchten Seminare und Vorlesungen der genannten Fachbereiche sowie das Hochspannungslabor der TU Ilmenau. Des Weiteren durften die SchülerInnen einen Einblick in das Unileben erhalten: Neben einer Campus-Führung wurde das Mittagessen stilecht in der Mensa eingenommen. Der Nachmittag und Abend standen hingegen unter dem Motto „Wissensvermittlung“ statt „Wissensaufnahme“; die einzelnen Gruppen präsentierten verschiedene Ergebnisse eigener wissenschaftlicher Arbeiten, die angeregt diskutiert wurden.  
Mittwochs stand eine Ganztagesexkursion auf dem Programm: Ziel war das Pumpspeicherkraftwerk Goldisthal sowie ein Besuch in Suhl inklusive der Besichtigung des Fahrzeugs- bzw. des Waffenmuseums, die ausführlich die Historie rund um die Familie Simson thematisieren. Gegen Abend pilgerte die Gruppe zur Sternwarte Suhl, wo Prof. Dr. Olaf Kretzer enthusiastisch und anschaulich eine Einführung in das Themenfeld der Astronomie gab. Nach einer einstündigen Vorführung im Planetarium, bei der nicht nur die Sternenbilder erklärt, sondern auch ein Einblick in die namensgebende, griechische Sa-genwelt gegeben wurde, wurde die Gruppe in die Physik rund um das Star Trek-Universum eingeführt.  
Der letzte gemeinsame Tag begann wieder an der Uni Ilmenau. Die SchülerInnen konnten zwischen drei Fachrichtungen – 3D-Audioproduktion, Mikro- und Nanotechnologie sowie Bildverarbeitung – wählen. Die Einführung in den Bereich „3D-Akustik“ setzte sich aus einer Institutsführung und einem praktischen Teil, in dem die TeilnehmerInnen ein Hörspiel eigenständig aufnahmen, zusammen. Die Gruppe, die sich für die Mikro- und Nanotechnologie entschieden hatte, lernte u. a. die Funktionsweise eines Elektronenmikroskops und die Lithographie von Wavern kennen. In der dritten Gruppe erhielten die SchülerInnen Einblicke in die Theorie und Praxis der Bildverarbeitung: In verschiedenen Laboren, zu denen sonst nur Masterstudenten und MitarbeiterInnen Zugang erhalten, hatten sie die Möglichkeit, spannende Experimente durchzuführen.  
Der Nachmittag stand dann ganz unter dem Motto „Entspannung“ und wurde mit dem Besuch des Ilmenauer Schwimmbads bzw. der Eishalle durchaus sportlich verbracht. Der krönende Abschluss der Forscherwoche in Ilmenau fand erneut auf dem Campus der Uni statt: Dr. Wolfgang Haak vom Max-Planck-Institute for the Science of Human History Jena erklärte in einem spannenden und lehrreichen Vortrag die Herkunft der Europäer auf der Grundlage genetischer Untersuchungen „alter DNA“ (aus prähistorischen, humaniden Skeletten).  
Bereits am nächsten Morgen mussten sich die Gruppen voneinander verabschieden und reisten in ihre jeweilige Heimat (Bremen, Germering, Hildesheim, Dillingen und Zeulenroda) zurück. Nach einer anstrengenden und überaus interessanten Woche stand zunächst einmal Ausschlafen auf dem Programm. 


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