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Großstadtlyrik am TWG

31.01.2015


Am Dienstag, den 20.01.2015, hatten die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs die Möglichkeit Gedichte des Themenfeldes Großstadt hautnah mitzuerleben. Die beiden Schauspieler Eva Coenen und Nicolas Bertholet vom „Theater Überzwerg“ rezitierten eindrucksvoll 20 Großstadt-Gedichte aus verschiedenen Epochen. Dadurch, dass die Texte nicht nur gelesen, sondern mit schauspielerischen Mitteln dargeboten wurden, konnten sich die Schülerinnen und Schüler intensiver in die verschiedenen Situationen einfühlen und erhielten einen besseren Zugang zu den Gedichten. Die 20 Gedichte wurden im Rahmen einer 45-minütigen Vorstellung präsentiert. Im Anschluss bestand die Möglichkeit sich mit den Schauspielern zu unterhalten und Fragen zur Lesung zu stellen.  
Eingeleitet wurde die Vorstellung durch das Gedicht „Transparenz in Blau“ von Durs Grünbein aus dem Jahre 2012. Die Auswahl erstreckte sich schlussendlich über einen Zeitraum von über 100 Jahren. Die Künstler präsentierten in chronologischer Reihenfolge bekannte Gedichte, beispielsweise Alfred Wolfensteins „Städter“ (1914) oder Helmut Heissenbüttels „Bremen wodu“ (1965). Obwohl die meisten Gedichte des Gedichtbandes von eher negativen Eindrücken und Stimmungen geprägt sind, schafften es die Schauspieler dennoch diese faszinierend und mit teils ironischer Darbietung zu rezitieren. So blieben die einzelnen Motive wie Einsamkeit, Anonymität, Leid und Schmerz in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler hängen. Hierzu trug nicht zuletzt die Gestik und Mimik der Schauspieler bei. Spätestens nach der musikalischen Darbietung des Songs „Ich will nicht nach Berlin“ der Gruppe “Kraftklub“ wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, welche Aktualität das Thema Großstadtlyrik auch heute noch besitzt. Gegen Ende bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Fragen zum Beruf des Schauspielers und zur Entstehung und Vorbereitung der Lesung zu stellen. Die Schülerinnen und Schüler interessierte hier etwa, wie sich die Schauspieler auf eine Rolle vorbereiten oder wie man den Beruf des Schauspielers vom Privatleben trennen kann.  
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schülerinnen und Schüler von der Rezitation und Aufbereitung der Gedichte begeistert waren. Die Darbietung ermöglichte einen besseren Einblick in die verschieden Epochen und ihre jeweiligen Besonderheiten.  
Unser Dank geht an die beiden Schauspieler Eva Coenen und Nicolas Bertholet sowie den "Friedrich-Bödecker-Kreis Saarland", der die Veranstaltung auch in diesem Jahr unterstützt hat. Darüber hinaus danken wir dem Förderverein des TWG Dillingen sowie dem Organisator Marc Weber, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.  
 
Jasmin Becker, Schülerin der HP II 


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