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Hellevoetsluis 2013
HPI-1 und HPI-5 in den Niederlanden

9.07.2013

Die Schüler/Innen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag

Tag 1: Es geht los!  
 
Am Montag, den 24.06.2013, trafen sich die beiden Kurse mit ihren Lehrerinnen und Lehrern vor dem Schulgebäude um zur Kursfahrt ins niederländische Hellevoetsluis aufzubrechen. Frau Bosch, Frau Recktenwald und Herr Weber waren als Begleitpersonen an Bord. Nachdem das Gepäck im Bus verstaut war, rollte der Tross um 8:25 los. Sogar an den schuleigenen Schwenker hatte man gedacht. Die Schülerinnen und Schüler waren bester Stimmung, trotz bescheidenem Wetter.  
Nach knapp vierstündiger Fahrt erreichten wir die Stadt Brüssel, die mit ihren 150.000 Einwohnern nicht nur die Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Belgien ist, sondern zugleich Sitz der Vertretungen der NATO sowie der Westeuropäischen Union. Zudem ist auch der Hauptsitz der EU in Brüssel beheimatet. Grund genug also, hier eine Pause einzulegen. Knappe zwei Stunden hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, die Stadt ein wenig zu erkunden. Kaum angekommen in der Stadt wurden wir auch schon gleich Zeugen einer Demonstration für soziale Gerechtigkeit und gegen soziale Kürzungen des Staates.  
Das vielleicht bekannteste touristische Highlight, das Atomium, konnten die Schülerinnen und Schüler schließlich vor dem Verlassen der Stadt in Augenschein nehmen und ausgiebig fotografieren. Das zur Weltausstellung 1958 errichtete Atomium ist insgesamt 102 Meter hoch und besteht aus neun Kugeln von jeweils 18 Metern Durchmesser. So konnte das Bauwerk bereits aus der Distanz beeindrucken.  
Anschließend setzten wir unsere Fahrt Richtung Hellevoetsluis fort und kamen gegen 17:00 Uhr im Ort an. Nach dem Erledigen diverser Einkäufe im nahe gelegenen Supermarkt folgte das Einchecken. Den Rest des Abends verbrachten die Schülerinnen und Schüler in ihren Häusern mit Kochen und gemütlichem Beisammensein.  
 
 
Tag 2: Sonne satt in Delft und Scheveningen!  
 
Gleich nach dem Frühstück brachen wir Richtung Delft auf. Die zwischen Den Haag und Rotterdam gelegene Stadt, die momentan etwa 99.000 Einwohner zählt, ist eine niederländische Universitätsstadt in der Provinz Südholland. Seit dem 17. Jahrhundert ist Delft für seine Keramikmanufakturen und die dort hergestellten Delfter Keramiken bekannt ("Delfter Blau"). Dies konnten wir im Rahmen einer Führung durch die letzte verbliebene Manufaktur der Stadt beobachten. Im Anschluss an die Führung bekamen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, die von Grachten durchzogene Stadt selbstständig zu erkunden. Rund um die Altstadt trafen wir auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die von der Vergangenheit Delfts als blühender Handelsstadt im Zeitalter der Renaissance zeugen. Bei herrlichem Sonnenschein luden die vielen kleinen Restaurants zum Verweilen ein.  
Nach einem insgesamt kurzweiligen Aufenthalt in Delft fuhren wir mit dem Bus weiter nach Den Haag. Seit 1831 ist die Stadt Residenz des Königshauses, jedoch nicht Hauptstadt der Niederlande. Den Haag, die aktuell drittgrößte Stadt der Niederlande, ist heute Regierungssitz und Hauptstadt der Provinz Südholland. Die kleine, mit dem Bus zurückgelegte Stadtrunde nutzten wir unter anderem dazu den Internationalen Gerichtshof zu sehen und ein Gruppenfoto zu machen.  
Den Rest des Nachmittages verbrachten wir dann in Scheveningen, das nur sechs Kilometer vom Zentrum Den Haags entfernt liegt. Von einem kleinen Fischerdorf hat sich Scheveningen zum größten Seebad der Niederlande entwickelt. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler erstmals Gelegenheit zu sportlichen Aktivitäten.  
 
 
Tag 3: Spiel, Spaß und Spannung - Ein Tag am Meer  
 
Der dritte Tag unseres Aufenthaltes in den Niederlanden stand ganz im Zeichen des Sports. Nach dem Frühstück brachen wir gemeinsam zum Strand von Hellevoetsluis auf. Nach kleineren Umwegen - "Wanderführerin" Gaby Bosch hatte sich frühzeitig ans Ende der Wandergruppe gesetzt" - erreichten wir schließlich doch noch unser Ziel. Hier nutzten wir den Tag für allerlei sportliche Aktivitäten (Schwimmen, Fußball, Drachenfliegen, Speedminton). Auch das Bauen von Sandburgen und das Eingraben diverser Personen sorgten dafür, dass es ein unterhaltsamer und kurzweiliger Tag am Meer wurde.  
Am Abend kam schließlich der mitgebrachte Schwenker zum Einsatz. Das gemütliche Beisammensein am Feuer wurde durch einen plötzlich einsetzenden Regenschauer unterbrochen. Das allzu schnelle Ablegen völlig durchnässter Kleidungsstücke, zu dem sich mehrere Herren gezwungen sahen, stieß bei einer älteren Bewohnerin des Ferienparks leider auf wenig Gegenliebe und sorgte für kurze Irritationen ;-)  
 
 
Tag 4: Schiff ahoi - TWG erkundet Rotterdam  
 
Am vierten Tag stand die Erkundung der Stadt Rotterdam auf dem Plan. Auf dem Weg in die Stadt machten wir zunächst jedoch Station am "Maeslant-Sturmflutwehr", einer imposanten, in den Jahren 1991 bis 1997 errichteten und 660 Millionen Euro teuren Konstruktion zum Schutz vor Sturmfluten.  
Rotterdam, die nach Amsterdam zweitgrößte Stadt in den Niederlanden, besitzt verkehrstechnisch große Bedeutung durch den größten Seehafen Europas. Den weltweit drittgrößten Seehafen betrachteten wir ausgiebig im Rahmen einer etwa einstündigen Hafenrundfahrt per Schiff. Auch die besonders auffällige Rotterdamer Wolkenkratzer-Silhouette, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat, konnten wir vom Schiff aus begutachten. Nach Verlassen des Schiffes hatten die Schülerinnen und Schüler dann knapp drei Stunden Zeit, die Stadt in kleineren Gruppen zu besichtigen.  
 
 
Tag 5: Dillingen ruft!  
 
So schnell ist eine Woche vorbei - unmittelbar nach dem Frühstück begannen wir mit dem Aufräumen der Häuser und dem Verstauen des Gepäcks. Nach dem Auschecken traten wir um 10:00 Uhr die Heimreise an. Um 17:05 erreichten wir schließlich Dillingen, wo die Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern und Freunden schon erwartet wurden.  


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