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50 Jahre Élysée-Vertrag
TWG feierte in der Stadthalle

21.01.2013


Anlässlich des am 22. Januar 1963 unterzeichneten deutsch-französischen Freundschaftsvertrages veranstaltete das TWG einen zweistündigen Festakt in der Dillinger Stadthalle.  
In seiner Eröffnungsansprache begründete Schulleiter Herbert Jacob die Beschäftigung des TWG mit der Thematik. Als Schule habe man sich, auch in Anbetracht der geografischen Nähe zu Frankreich, verpflichtet gefühlt, Stellung zu diesem Thema zu beziehen. Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg stellte in seinem Grußwort die besondere Beziehung der Stadt Dillingen zu Frankreich heraus. Diese zeige sich zum einen an der Dillinger Hütte, einer ursprünglich französischen Gründung, sowie an der hervorragenden Zusammenarbeit Dillingens mit seiner französischen Partnerstadt Creutzwald.  
Als der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer das Abkommen im Januar 1963 im Pariser Élysée-Palast schlossen, war dessen politische Tragweite wohl nur zum Teil absehbar. Aus heutiger Perspektive stellt der Vertrag einen Meilenstein für die Besiegelung der deutsch-französischen Aussöhnung dar. Darauf verwies auch Helma Kuhn-Theis, die Bevollmächtigte der saarländischen Landesregierung für Europaangelegenheiten, in ihrer Ansprache. Weiterhin machte sie deutlich, dass die Annäherung der beiden Staaten "eine der größten Erfolgsgeschichten des 20. Jahrhunderts" darstelle, die auch eine Verpflichtung für die Zukunft beinhalte. Zum Abschluss ihrer Ansprache appellierte sie an die Schülerinnen und Schüler die Chancen der deutsch-französischen Aussöhnung zu nutzen und die europäische Einigung auch in der Zukunft aktiv zu pflegen.  
Dass das Verhältnis zwischen den Nachbarstaaten Deutschland und Frankreich lange ganz anders aussah und über Jahrzehnte von erbitterter Feindschaft geprägt war, konnten die Besucher der Veranstaltung im Rahmen der im Foyer präsentierten historischen Ausstellung nachvollziehen. Hier wurden auch die kriegerischen Auseinandersetzungen beider Länder im 19. und 20. Jahrhundert aufgearbeitet.  
In Zusammenarbeit mit ihren Lehrerinnen und Lehrern hatten sich die Schülerinnen und Schüler des TWG in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Verhältnis der beiden Staaten und ihrer wechselvollen Geschichte beschäftigt. Die Ergebnisse dieses Arbeitsprozesses wurden im Rahmen des Festaktes der Schulgemeinschaft sowie weiteren Interessierten vorgestellt. So kam ein gemischtes und kurzweiliges Programm zustande, in dessen Verlauf beispielsweise die Resultate einer in Saarlouis und Metz durchgeführten Straßenumfrage verfolgt werden konnten. Darüber hinaus präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 einige Standbilder zur deutsch-französischen Geschichte, die jeweils durch einen zweisprachigen Textvortrag ergänzt wurden. Eingerahmt wurde der Festakt durch den Liedermacher und Chansonnier Wolfgang Winkler.  
Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildete die Europahymne, die vom Schulchor des TWG präsentiert wurde. Die Tragweite des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages wurde so abschließend noch einmal herausgestellt.  


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